Biomasse im Neubau – Innovations- und Zusatzförderung (BAFA)

Biomasse im Neubau – Innovations- und Zusatzförderung (BAFA)

Antragstellung: ohne zeitliche Begrenzung (nur online, vor Maßnahmenbeginn)

Förderquote: Zuschuss; Innovationsförderung bis zu 8.000 EUR; Zusatzförderung bis zu 9.000 EUR

Im Rahmen des Marktanreizprogramms fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Maßnahmen zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Ziel ist es durch Einführung einer Nutzungspflicht für den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung in Neubauten und bei der größeren Sanierung öffentlicher Gebäude, welche im Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz festgeschrieben ist, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor spürbar zu senken. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen auch die Errichtung oder die Nachrüstung von Biomasseanlagen zur thermischen Nutzung im Leistungsbereich 5 bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung mit Einrichtungen zur Brennwertnutzung und/oder Staubminderung. Im genaueren förderfähig sind folgende Anlagentypen:

  • Pelletkessel
  • Pelletkessel mit Pufferspeicher
  • Hackschnitzelkessel mit neuem oder vorhandenem Pufferspeicher
  • emissionsarme Scheitholzvergaserkessel

Die Höhe der Innovationsförderung für Biomasseanlagen richtet sich nach dem Anlagentyp und der gewählten innovativen Einrichtung. In neu gebauten Gebäuden können für die Installation von Brennwerttechnik Zuschüsse zwischen 3.000 Euro und 3.500 Euro generiert werden. Förderfähig sind hier sowohl sekundäre Bauteile, welche in den Abgasweg eingebaut werden können, als auch Anlagen in denen ein kondensierender Abgaswärmetauscher -oder wäscher bereits integriert ist. Für die Installation von Einrichtungen zur sekundären Abscheidung von Partikeln sind abhängig von Anlagenart Zuschüsse zwischen 2.000 Euro und 3.500 Euro möglich. Zu den geförderten Anlagen zählen elektrostatische Abscheider, filternde Abscheider und Abgaswäscher.


Fördersätze der Innovationsförderung können mit zusätzlichen Boni kombiniert werden

Sowohl durch Kombination der Biomasseanlage mit einer Solarkollekoranlage oder Wärmepumpe als auch durch Anschluss der Biomasseanlage an ein Wärmenetz ist eine Zusatzförderung von in Höhe 500 Euro möglich (Kombinationsbonus).

Sofern das Gebäude, in dem die neue Anlage errichtet wird, den Anforderungen eines KfW-Effizienzhaus 55 entspricht, kann ein zusätzlicher Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von 50 % der Innovationsförderung gewährt werden. Bei der Errichtung der Biomasseanlage sind zudem auch Optimierungsmaßnahmen, mit der das bestehende Heizungssystem energetisch auf den neuesten Stand gebracht wird, förderfähig. Dazu zählen beispielsweise der Austausch von Heizkörperventilen oder die Installation von Hocheffizienzpumpen, aber auch die Einrichtung bzw. der Neubau eines Heizraums oder Bevorratungsbehälters für Biomasse. Die Förderhöhe beträgt hier bis zu 10 % der Nettoinvestitionskosten bzw. maximal 50 % der Basisförderung. Soll eine bereits geförderte Anlage nach frühestens 3 Jahren optimiert werden, wird auch diese Maßnahme mit maximal 200 Euro bezuschusst.

Die im Einzelnen geltenden Förderhöhen und -voraussetzungen sind in der Förderübersicht für Biomasseanlagen zusammengestellt. Der folgende Film erklärt Ihnen kurz, wie die Antragstellung beim BAFA abläuft und wie Sie sich Ihre Zuschüsse sichern können.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), „Wie Sie eine Förderung für Ihre neue Heizung bekommen“, CC BY 3.0.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Über den Autor

Stefanie Beitz administrator