CO2-Grenzwerte für LKW beschlossen – Deutschland stimmt in EU-Abstimmung für die Beschränkung des CO2-Ausstoßes im Straßengüterverkehr

CO2-Grenzwerte für LKW beschlossen – Deutschland stimmt in EU-Abstimmung für die Beschränkung des CO2-Ausstoßes im Straßengüterverkehr

13.06.2019 – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Aus vergangenen Monitoring-Berichten wurde immer wieder deutlich: in allen Sektoren der Gesellschaft wurden die Treibhausgasemissionen seit 1990 erheblich gesenkt. Schlusslicht bildet der Verkehrssektor, in dem die Emissionen fast gar nicht gesenkt werden konnten bzw. sogar anstiegen. Die Klimaschutzziele können jedoch nur unter Einbezug aller Teilsektoren erreicht werden. Bereits im April wurden auf EU-Ebene neue Grenzwerte für PkW und leichte Nutzfahrzuege beschlossen. Der Rat der EU-Mitgliedstaaten hat nun auch Grenzwerte für Lkw und Sattelzugmaschinen auf den Weg gebracht. In der Abstimmung zur EU-Verordnung für die Beschränkung des CO2-Ausstoßes stimmte auch Deutschland für die Einführung von Emissionsgrenzwerten im Strassengüterverkehr. Bis 2025 muss der Ausstoß nun um 15 Prozent fallen, bis 2030 um 30 Prozent.

„Mit dieser wichtigen Verordnung haben wir nun auch in Europa verbindliche CO2-Vorgaben für Lkw. Diese gibt es bereits seit Jahren in USA, China und Japan. Knapp ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen im Verkehr stammen von Lkws, Tendenz steigend. Jetzt lässt sich der Anstieg der klimaschädlichen Emissionen endlich bremsen.“

Svenja Schulze, Bundesumweltministerin

In den letzten Jahren konnte der Kraftstoffverbrauch von Lkw kaum gesenkt werden, obwohl dieser als größter Wirtschaftlichkeitsfaktor im Güterverkehr zählt. Insgesamt nahm der Strassengüterverkehr gravierend zu und in Folge auch die CO2-Emissionen. Mit der neuen EU-Verordnung muss der mittlere CO2-Ausstoß pro Kilometer nun schrittweise abgesenkt werden. Hersteller, die besonders viele emissionsarme Fahrzeuge anbieten, profitieren von geringeren Vorgaben bezüglich der angestrebten Absenkungsziele.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

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Stefanie Beitz administrator