Erneuerbare Energien decken im ersten Halbjahr 2019 zu 44 % den deutschen Strombedarf

Erneuerbare Energien decken im ersten Halbjahr 2019 zu 44 % den deutschen Strombedarf

26. Juni 2019 – Zahl der Woche des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Die erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr des Jahres 2019 erstmalig den Strombedarf Deutschlands zu 44 % gedeckt. Wie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der BDEW weiterhin mitteilten, wurde damit sogar ein Rekord gebrochen. Im Vorjahreszeitraum 2018 wurden vergleichsweise 39 % des Stroms aus regenerativen Energiequellen gedeckt.

Den größten Ökostromanteil machte mit 55 Milliarden Kilowattstunden die Windkraft an Land aus. Photovoltaikanlagen belegten mit 24 Mrd. kWh den zweiten Platz. Die größte Zuwachsrate erreichte die Windkraft offshore mit 12 Mrd. kWh und einer Steigerung von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aus Biomasse und Wasserkraft konnten zusammen nur 36,7 Mrd. kWh Strom gewonnen werden und somit 1,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die wesentlichen Gründe für den hohen Anteil an erneuerbarem Strom lagen vor allem in den außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen im ersten Halbjahr 2019. Vor allem im März, aber auch in den übrigen Monaten, konnten überdurchschnittliche Winderträge gewonnen werden. Allerdings warnte der Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW auch vor voreiligen Schlüssen.

„Der Ökostrom-Rekord ist eine erfreuliche Momentaufnahme, darf aber nicht über die tieferliegenden strukturellen Probleme hinwegtäuschen: Bei einem ‚Weiter-so‘ landen wir 2030 bei lediglich 54 Prozent Erneuerbare Energien. Um das für den Klimaschutz notwendige 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung zu erreichen, müssen wir bestehende Hemmnisse aus dem Weg räumen: Dazu zählen die Flächenbeschränkungen für Photovoltaik- und Windkraftanlagen an Land sowie die Ausbau-Deckel für Wind offshore und Photovoltaik außerhalb des Ausschreibungsregimes.“

Stefan Kapferer – Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des BDEW

Den ausführlichen Artikel des BDEW finden Sie hier.

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Stefanie Beitz administrator