Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase II (NIP) – Maßnahmen der Marktaktivierung – Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität (PTJ)

Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase II (NIP) – Maßnahmen der Marktaktivierung – Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität (PTJ)

Antragstellung: bis 31. Dezember 2019 (nur online, vor Maßnahmenbeginn)

Förderquote: Zuschuss; abhängig von der durchgeführten Fördermaßnahme; max. 45 % der beihilfefähigen Kosten; für KMU bis zu 65 %

Bereits seit 2007 wird das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) in Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerien für Umwelt sowie Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ressortübergreifend mit der Wirtschaft und der Industrie umgesetzt. Ziel in der ersten Förderperiode 2007 bis 2016 war es, grundlegende Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den Bereichen der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie zu leisten und diese Technologie für eine entsprechenden Markteinführung vorzubereiten. Wesentliches Ziel in der 2. Phase ist es nun die Erkenntnisse, die entwickelten Brennstoffzellenprodukte und eine dafür notwendige Wasserstoffinfrastruktur im Energiemarkt und Verkehrssektor zu etablieren. Dafür wurde das NIP neu ausgerichtet und ein Maßnahmenkatalog für die Fortsetzung bis zum Jahr 2026 erstellt. Nur durch Anwendung der neuen Erkenntnisse und Technologien kann ein entsprechender Markt aufgebaut und aktiviert werden. Daher liegen besonders anwendungsorientierte Vorhaben bzw. Investitionen im Fokus dieser Förderrichtlinie. Förderfähig im Sinne dieser Bekanntmachung sind Investitionen in:

  • Fahrzeuge (Straße, Schiene, Wasser) und Flugzeuge mit Brennstoffzellenantrieb, ggf. für den Betrieb notwendige Betankungs- und Wartungsinfrastruktur
  • Sonderfahrzeuge in der Logistik mit Brennstoffzellenantrieb und für den Betrieb notwendige Betankungsinfrastruktur
  • Elektrolyseanlagen für die Erzeugung von Wasserstoff vor Ort
  • brennstoffzellenbasierte autarke Stromversorgung
  • hocheffiziente, brennstoffzellenbasierte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen für die Energieversorgung von Schiffen, Fahr- und Flugzeugen
  • diskriminierungsfrei, öffentlich zugängliche Wasserstoffbetankungsinfrastruktur

Die Förderung erfolgt in Form eines Investitionszuschusses, dessen Höhe von der Art des Vorhabens abhängig ist. Bei Investitionen in Fahr- und Flugzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sowie in Elektrolyseanlagen oder eine autarke Stromversorgung gelten maximal 40 Prozent der Investitionskosten als förderfähig. Brennstoffzellenbasierte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen können in einer Höhe von maximal 45 Prozent bezuschusst werden. Kleinen und mittleren Unternehmen kann zusätzlich einen 20-prozentiger bzw. 10 -prozentiger Zuschuss gewährt werden. Investitionen in festgelegten Fördergebieten, in denen beispielsweise eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht, können darüber hinaus gefördert werden. Bei Investitionen in Wasserstoffbetankungsinfrastruktur ist nur der Differenzbetrag zwischen den beihilfefähigen Kosten und dem zu erwartendem Gewinn förderfähig. Jedes Investitionsvorhaben wird bei Antragstellung geprüft und die Höhe des Zuschusses entsprechend dem Antragsteller und den wirtschaftlichen Bedingungen festgelegt. Neben den hier genannten Fördergegenständen werden auch seperate Förderaufrufe herausgegeben. Die geltenden Förderbedingungen werden in den jeweiligen Aufrufen veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zurm Programm erhalten Sie hier.

Über den Autor

Stefanie Beitz administrator