Solarthermie im Altbau – Basis- und Zusatzförderung (BAFA)

Solarthermie im Altbau – Basis- und Zusatzförderung (BAFA)

Antragstellung: ohne zeitliche Begrenzung (nur online, vor Maßnahmenbeginn)

Förderquote: Zuschuss; Basisförderung bis zu 5.600 EUR; Zusatzförderung bis zu 7.100 EUR

Im Rahmen des Marktanreizprogramms fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Maßnahmen zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Ziel ist es neben der Nutzungspflicht für den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung in Neubauten und bei der größeren Sanierung öffentlicher Gebäude, welche im Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz festgeschrieben ist, auch den Anteil von erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung in Bestandsbauten spürbar zu erhöhen. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen auch die Errichtung oder die Erweiterung von Solarkollektoren bis zu einer Bruttokollektorfläche von 40 m2 zur thermischen Nutzung. Mindestens einer der folgenden Nutzungszwecke soll dabei erfüllt sein.

  • Warmwasserbereitung
  • ausschließliche Raumheizung
  • kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung
  • solare Kälteerzeugung
  • Einspeisung der Wärme u./o. Kälte in ein Wärme- u./o. Kältenetz

Die Höhe der Basisförderung für solarthermische Anlagen richtet sich nach dem ausgerichteten Nutzungszeck der Anlage. Für Kollektoren, welche lediglich für die Warmwasserbereitung genutzt werden, kann ein Mindestbetrag von 500 Euro bzw. bei einer maximalen Bruttokollektorfläche von 40 m2 bis zu 2.000 Euro gefördert werden. Für alle sonstigen Nutzungszwecken beträgt die Mindestförderhöhe 2.000 Euro. Wird eine solarthermische Anlage mit einer Fläche von 40 m2 errichtet, ist hier ein maximaler Betrag von 5.600 Euro förderfähig.


Fördersätze der Basisförderung können mit Boni kombiniert werden

Sowohl durch Kombination der solarthermischen Anlage mit einer Biomasseanlage (feste Biomasse) oder Wärmepumpe als auch durch Anschluss der Solarkollektoranlage an ein Wärmenetz ist eine Zusatzförderung von 500 Euro möglich (Kombinationsbonus). Gleiches gilt, wenn ein alter Heizkessel, welcher ohne Brennwerttechnik betrieben wurde, gegen einen neuen auf Brennwerttechnik basierenden Öl- oder Gasbrennwertkessel ausgetauscht wird. Hier ist der Nachweis eines hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage Fördervoraussetzung.

Sofern das Gebäude, auf dem die neue Anlage errichtet wird, den Anforderungen eines KfW-Effizienzhaus 55 entspricht, kann ein zusätzlicher Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von 50 % der Basisförderung gewährt werden. Bei der Errichtung einer solarthermischen Anlage sind zudem auch Optimierungsmaßnahmen, mit der die bestehende Heizungsanlage bzw. der Warmwasserbereitung energetisch auf den neuesten Stand gebracht wird, förderfähig. Die Förderhöhe beträgt hier bis zu 10 % der Nettoinvestitionskosten bzw. maximal 50 % der Basisförderung. Soll eine bereits geförderte Anlage nach frühestens 3 Jahren optimiert werden, wird auch diese Maßnahme mit maximal 200 Euro bezuschusst.

Voraussetzung für die Förderung ist das Vorhandensein eines Pufferspeichers mit einem Volumen von mindestens 200 Litern bei Kollektorflächen bis 3 m2. Bei größeren Anlagen richtet sich das zu installierende Pufferspeichervolumen nach der Kollektorart und der Bruttokollektorfläche. Solarthermische Anlagen mit einer Bruttokollektorfläche von mindestens 20 m2 (Vakuumröhren- und Vakuumflachkollektoren) bzw. 30 m2 (Flachkollektoren) müssen zudem mit einem Wärmemengenzähler ausgestattet sein. Ausserdem wird die Förderung nur gewährt werden, wenn die Kollektoren ein Solar-Keymark-Zertifikat besitzen und der jährliche Kollektorertrag mindestens 525 kWh je m2 Kollektorfläche beträgt.

Die im Einzelnen geltenden Förderhöhen und -voraussetzungen sind in der Förderübersicht für solarthermische Anlagen zusammengestellt. Der folgende Film erklärt Ihnen kurz, wie die Antragstellung beim BAFA abläuft und wie Sie sich Ihre Zuschüsse sichern können.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), „Wie Sie eine Förderung für Ihre neue Heizung bekommen“, CC BY 3.0.

Ausführliche Informationen finden Sie hier:

Heizungssanierung, Heizungsoptimierung

Über den Autor

Stefanie Beitz administrator