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Gute Tipps zur Optimierung Ihrer Solarthermie-Anlage

24. Mai 2019 – Ratgeberportal Energie-Fachberater.de

Funktioniert die Solarthermieanlage nicht optimal, wird dies vom Hausbesitzer häufig noch nicht einmal bemerkt. Das böse Erwachen kommt meist erst bei der nächsten Verbrauchsabrechnung, die dann oftmals höher ausfällt als gedacht – Enttäuschung macht sich breit. Doch die Wenigsten wissen: Etwa zwei Drittel aller Solarthermie-Anlagen sind nicht richtig eingestellt und verschenken Energie. Die Energie könnte bei richtiger Einstellung besser genutzt, die Energiekosten weiter gesenkt werden. Hier erhalten Sie wertvolle Tipps wie Sie Ihren Ertrag für Solarwärme steigern können.

Tipp 1: Schalten Sie Ihre Heizung im Sommer ab!

Sie können Heizkosten sparen, indem Sie den Heizkessel im Sommer abschalten. Dieser benötigt zum Nachheizen des Warmwassers Betriebsstrom. Die Solarthermie-Anlage sollte den Warmwasserbedarf im Sommer jedoch vollständig decken können. Falls aufgrund schlechten Wetters nicht genügend Warmwasser verfügbar sein sollte, kann die Heizung ja immer noch manuell dazu geschaltet werden.

Tipp 2: Die Einstellung macht’s!

Die Einstellungen und Regelungen der Solarthermie-Anlage sind entscheidend für die optimale Anlagennutzung. Diese sollten an den Standort und das Nutzungsverhalten angepasst sein. Wenn der Heizkesssel beispielsweise das Warmwasser aufheizt obwohl die Solarthermieanlage genügend Energie bereitgestellt, dann muss die Regelung richtig eingestellt werden. Andersfalls zieht dies höhere Heizkosten nach sich.

Tipp 3: Überblick über tatsächliche Heizkosten behalten!

Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Energieverbrauch und die solaren Erträge! Diese können Sie über Wärmemengenzähler genau kontrollieren. So können Sie feststellen, ob Sie durch die Solarthermie-Anlage wirklich Heizkosten sparen oder Ihre Anlage doch optimiert werden sollte.

Tipp 4: Lassen Sie Ihre Anlage regelmäßig warten!

Um Ausfälle der Solarthermie-Anlage zu vermeiden, sollte diese regelmäßig alle drei bis fünf Jahre gewartet werden.

Tipp 5: Nutzen Sie die Solarwärme für Ihre Wasch- und Spülmaschine!

Bei vielen Anlagen besteht das Problem, dass im Sommer nicht die gesamte erzeugte Solarwärme abgenommmen werden kann, da mehr Wärme erzeugt, als benötigt wird. Moderne Wasch- und Spülmaschinen können jedoch auch an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Somit kann nicht nur Strom zur Erhitzung des Wassers eingespart, sondern gleichzeitig auch der Ertrag Ihrer Solaranlage gesteigert bzw. optimal genutzt werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

PS: Wenn Ihre Solartermie-Anlage bei Errichtung bereits über die BAFA gefördert wurde, haben Sie nach 3 bis 7 Jahren Anspruch auf einen Zuschuss für die nachträgliche Optimierung. Dieser beträgt bis zu 200 Euro.

Erstmalig solares Kerosin aus Sonnenlicht, Wasser und CO2 in Solaranlage SUN-to-Liquid produziert – bahnbrechender Erfolg in solarer Kraftstofftechnologie

13. Juni 2019 – Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR)

Bereits im Rahmen des voran gegangenen Projektes SOLAR-JET konnten Forscher die Technologie zur Erzeugung von solarem Kerosin entwickeln und unter Laborbedingungen erstmalig auch Kerosin produzieren. Das Projekt SUN-to-Liquid greift diese Erfahrungen nun auf. In dem von der Europäischen Union und der Schweiz geförderten Projekt sind mehrere Institutionen beteiligt, so unter anderem auch das DLR und die ETH Zürich. Mittels einer für das Projekt eigens errichteten Solaranlage wurde nun auf dem Gelände des IMDEA Energy Instituts in Mósteles (Spanien) der zuvor gelungene Prozess im großtechnischen Maßstab umgesetzt und aus Wasser, CO2 und konzentrierten Sonnenlicht solares Kerosin erzeugt.

“ Die Demonstration dieser Technologie könnte große Auswirkung auf den Transportsektor haben, speziell für die Luftfahrt und die Schifffahrt, die auf langen Strecken weiterhin auf flüssige Kraftstoffe angewiesen bleiben. Wir sind dem Ziel, von einem Energie-Einkommen nachhaltig zu leben, anstatt unser fossiles Energie-Erbe zu verbrennen, einen Schritt nähergekommen. Das ist ein notwendiger Schritt, um unsere Umwelt zu schützen.“

Dr. Andreas Sizmann – Projektkoordinator von Bauhaus Luftfahrt

Ein Heliostatenfeld, bestehend aus Spiegeln, welche dem Sonnenverlauf nachgeführt werden, konzentriert das einfallende Sonnenlicht auf einen Solarturm. Durch die sehr hohe solare Strahlungsintensität können in einem nachgeschaltetem Reaktor Temperaturen von über 1500 Grad Celsius erreicht werden. Diese hohe Temperatur wird benötigt um aus Wasser und CO2 in einer thermochemischen Redoxreaktion ein Synthesegas herzustellen, welches im Wesentlichen aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid besteht. Dieses Gas wird wiederum in einer speziellen Fischer-Tropsch-Anlage in Kerosin umgewandelt.

Durch das neue Verfahren bzw. den daraus produzierten Kraftstoff SUN-to-Liquid werden die CO2-Emissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um mehr als 90 Prozent reduziert. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, dass keine Flächenkonkurrenz zu anderen Nutzungsarten besteht. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung eignen sich besonders Wüstenstandorte für die solare Kraftstoffproduktion. Zudem könnte die globale Kerosinnachfrage durch die solaren Kraftstoffe gedeckt werden. Die bestehende Kraftstoffinfrastruktur könnte weiterhin genutzt werden.

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Heizungsmodernisierung jetzt! 5 gute Gründe, diese im Sommer durchzuführen

07. Juni 2019 – EnergieAgentur.NRW

In den wärmeren Jahreszeiten denkt kaum jemand an die Heizung im Keller. Doch gerade der Sommer ist die beste Jahreszeit um die Heizung auf den neuesten Stand zu bringen. Es gibt gleich mehrere gute Gründe dafür. Alle notwendigen Schritte können in Ruhe geplant und durchgeführt, Havariefälle im Winter vermieden werden.

Durch Umstellung oder Modernisierung der Heizungsanlage können Sie nicht nur Ihren Energieverbrauch senken, sondern auch die Heizkosten. Zudem müssen weniger fossile Energieträger eingesetzt werden um den Heizbedarf zu decken. Weiterer Vorteil der Heizungsmodernisierung ist auch die Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Zudem können Sie dank vorausschauender Planung Förderzuschüsse generieren und somit Ihre Investitionskosten senken.

Zum ausführlichen Artikel gelangen Sie hier.

BMVI-Förderaufruf im Rahmen des NIP 2: Förderung von Wasserstofftankstellen im Strassenverkehr (PtJ)

Antragstellung: 31. Juli 2019 (über easyonline-Portal)

Förderquote: Zuschuss; 50 % der förderfähigen Ausgaben für Wasserstofftankstellen; 40 % der Investitionsmehrausgaben für Elektrolyseur

Eines der wesentlichen Ziele des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie – NIP 2 – ist es neben den, in Phase 1 des Programms entwickelten, Brennstoffzellenprodukten auch die dafür notwendige Wasserstoffinfrastruktur im Energiemarkt zu etablieren. Das Ziel von 100 Wasserstofftankstellen in Deutschland bis 2020 ist nahezu erreicht. 70 Tankstellen sind bereits in Betrieb, der Bau von 30 Weiteren fast umgesetzt. Als nächste Zielmarke sollen 400 Wasserstofftankstellen bis 2025 erreicht werden. In einem gesonderten Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird daher die Errichtung von weiteren Wasserstofftankstellen gefördert. Zu den förderfähigen Investititionen im Rahmen dieses Aufrufes gehören:

  • die Errichtung von öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellen und
  • Elektrolyseure

Bei Errichtung von Wasserstofftankstellen können bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben bezuschusst werden. Bezüglich der Installation von Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff vor Ort und zur Betankung der Wasserstoffinfrastruktur sind Zuschüsse in Höhe von 40 % der Investitionsmehrausgaben möglich. Die Frist zur Antragseinreichung endet am 31.07.2019.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Förderaufruf und der dazugehörigen Förderrichtlinie.

CO2-Grenzwerte für LKW beschlossen – Deutschland stimmt in EU-Abstimmung für die Beschränkung des CO2-Ausstoßes im Straßengüterverkehr

13.06.2019 – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Aus vergangenen Monitoring-Berichten wurde immer wieder deutlich: in allen Sektoren der Gesellschaft wurden die Treibhausgasemissionen seit 1990 erheblich gesenkt. Schlusslicht bildet der Verkehrssektor, in dem die Emissionen fast gar nicht gesenkt werden konnten bzw. sogar anstiegen. Die Klimaschutzziele können jedoch nur unter Einbezug aller Teilsektoren erreicht werden. Bereits im April wurden auf EU-Ebene neue Grenzwerte für PkW und leichte Nutzfahrzuege beschlossen. Der Rat der EU-Mitgliedstaaten hat nun auch Grenzwerte für Lkw und Sattelzugmaschinen auf den Weg gebracht. In der Abstimmung zur EU-Verordnung für die Beschränkung des CO2-Ausstoßes stimmte auch Deutschland für die Einführung von Emissionsgrenzwerten im Strassengüterverkehr. Bis 2025 muss der Ausstoß nun um 15 Prozent fallen, bis 2030 um 30 Prozent.

„Mit dieser wichtigen Verordnung haben wir nun auch in Europa verbindliche CO2-Vorgaben für Lkw. Diese gibt es bereits seit Jahren in USA, China und Japan. Knapp ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen im Verkehr stammen von Lkws, Tendenz steigend. Jetzt lässt sich der Anstieg der klimaschädlichen Emissionen endlich bremsen.“

Svenja Schulze, Bundesumweltministerin

In den letzten Jahren konnte der Kraftstoffverbrauch von Lkw kaum gesenkt werden, obwohl dieser als größter Wirtschaftlichkeitsfaktor im Güterverkehr zählt. Insgesamt nahm der Strassengüterverkehr gravierend zu und in Folge auch die CO2-Emissionen. Mit der neuen EU-Verordnung muss der mittlere CO2-Ausstoß pro Kilometer nun schrittweise abgesenkt werden. Hersteller, die besonders viele emissionsarme Fahrzeuge anbieten, profitieren von geringeren Vorgaben bezüglich der angestrebten Absenkungsziele.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Neue Wettbewerbe für Wasserstoffregionen sind gestartet – Bewerbung noch bis zum 30.09.2019 möglich!

05. Juni 2019 – Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), NOW GmbH

Im Verkehrssektor wird neben der Einführung der Elektromobilität zunehmend auch die Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff von Bedeutung sein. Daher ist es Ziel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Akzeptanz und Verbreitung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zu steigern. Zu diesem Zweck lobt das BMVI im Rahmen eines Wettbewerbes die aussichtsreichsten Projektideen für Wasserstoffregionen in Deutschland aus. Um den unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsstand einzelner Regionen bezüglich der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff zu berücksichtigen wurde die Regionenförderung in drei Kategorien untergliedert.

  • HyStarter
  • HyExperts
  • HyPerformer

Innerhalb der Kategorie HyStarter wurde bereits ein Interessensbekundungsverfahren durchgeführt und abgeschlossen. Etwa sechs potenzielle Regionen wurden bereits ausgewählt, die organisatorisch und inhaltlich beraten werden. Der hier genannte Wettbewerb bezieht sich also nur auf die Kategorien „HyExperts“ und „HyPerformer„. Die Bewerbungsfrist für beide Wettbewerbskategorien endet am 30. September 2019.

Im Rahmen der Kategorie „HyExperts“ sollen Regionen, welche bereits erste Erfahrungen aufweisen können, bei der Erstellung von integrierten Konzepten und tiefergehenden Analysen unterstützt werden. Es werden maximal 5 Gewinnerregionen ermittelt, für die insgesamt eine Fördersumme in Höhe von 300.000 Euro bereit steht.

Unter der Kategorie „HyPerformer“ werden maximal 2 Regionen ausgewählt, deren bereits fertiggestellte Gesamtkonzepte nun praktisch umgesetzt werden sollen. Für die Beschaffung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie stehen insgesamt Mittel in Höhe von 20 Mio. Euro zur Verfügung.

Ausführliche Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Kohleausstieg nur effektiv bei gleichzeitiger Einführung eines CO2-Preises und Löschung von Emissionszertifikaten

04. Juni 2019 – Potsdam-Institut- für Klimafolgenforschung (PIK)

Die Debatte um eine CO2-Bepreisung ist nicht neu. Schon seit längerem sprechen sich verschiedene Verbände, Politiker, so auch die Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Umweltaktivisten und Wissenschaftler für die sozialverträgliche Einführung einer CO2-Abgabe aus. Nach neuesten Untersuchungen der Forscher des Potsdam- Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) stellen sich diese nun hinter die Forderungen. Wird der Kohleausstieg nicht mit einer CO2-Bepreisung sinnvoll kombiniert, wirken die Mechanismen des europäischen Emssionshandels eher kontraproduktiv. Der Ausstoß der Emissionen würde unter den gegebenen Bedingungen nur in das europäische Ausland verschoben und könnten insgesamt sogar noch steigen.

„Es besteht sonst ernsthaft das Risiko, dass ein Kohleausstieg allein durch Abschaltungen von Kraftwerken das Gegenteil von dem bewirkt, was er bewirken soll. Das wäre für die dringend nötige Stabilisierung unseres Klimas fatal – und es wäre schädlich für das Vertrauen der Menschen in die deutsche Politik und das Ansehen der deutschen Klimapolitik in der Welt. Deshalb sollte man jetzt gegensteuern: mit einer verlässlichen und gerechten Bepreisung von CO2 .“

Michael Pahle – Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

Ihre Ergebnisse, welche kürzlich im Fachjournal Energiewirtschaftliche Tragesfragen veröffentlicht wurden, begründen die Forscher wie folgt: Infolge der Abschaltung von Kohlekraftwerken in Deutschland sinkt das Angebot von Strom am Markt – der Preis steigt. Für verbleibende Kohlekraftwerke ist die Stromproduktion nun lukrativer. Diese erhöhen ihre Produktion, wodurch der CO2-Ausstoß wiederum steigt. Auf europäischer Ebene sinkt zudem die Nachfrage für Emissions-Berechtigungs-Zertifikate im Emissionshandel – die Zertifikate werden günstiger. Diese können nun preiswerter von ausländischen Stromproduzenten angekauft werden. Diese steigern ihre Produktion und somit auch den Ausstoß an CO2. Der CO2-Ausstoß wird somit ins Ausland verlagert. Einige der Emissionszertifikate werden im Zuge der neu eingeführten Markt-Stabilitäts-Reserve zwar vor dem Jahr 2035 dem Markt entzogen. Dies reiche wahrscheinlich jedoch nicht aus.

„Unter dem Strich kann der Emissionshandel, so wie er heute ist, nicht garantieren, dass der Kohleausstieg wirklich zusätzliche Emissionsreduktionen bringt.“

Christian Flachsland – Ko-Autor vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change

Diese Entwicklungen und Risiken sind keineswegs abwegig. Nach Berechnungen einiger Szenarien durch die Forscher kamen diese zum Schluss, dass der Strombedarf durch die Elektrifizierung des Wärmesektors und des Verkehrssektors im Zuge der Einführung der Elektromobilität stark steigen kann. Durch die erhöhte Stromnachfrage können die CO2-Emissionen ebenso massiv ansteigen, auch wenn der deutsche Kohleausstieg beibehalten wird.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, könnte eine CO2-Bepreisung in Deutschland eingeführt werden. Die Forscher gehen in ihren Szenarien von 30 bis 60 Euro je Tonne CO2 aus. Im Ergebnis der Untersuchungen könnten im Stromsektor die nationalen Klimaschutzziele bis 2030 eingehalten werden. Als weitere sinnvolle Maßnahme bietet sich die zusätzliche Löschung von Emissions-Zertifikaten an. Dies hätte eine Verknappung der am Markt verfügbaren Zertifikate und eine Preissteigerung zur Folge. Hiermit könnte man vermeiden, dass die Kohleverstromung und der CO2-Ausstoß aufgrund günstigerer Zertifikate im Emissionshandel ins Ausland verlagert werden würde. Auch ein Mindestpreis für versteigerte Emissions-Zertifikate wäre eine Option.

Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.

Neues nationales Luftreinhalteprogramm durch Bundeskabinett beschlossen

22. Mai 2019 – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Die Bundesregierung hat auf Initiative der Bundesumweltministerin Svenja Schulze eine langfristige Strategie zur Reinhaltung der Luft verabschiedet. Das nationale Luftreinhalteprogramm beinhaltet verschiedene Maßnahmen um eine deutliche Verbesserung der Luftqualität in Deutschland bis 2030 zu erreichen. Dies soll durch Minderung von Feinstaub, deren Vorläufersubstanzen, wie z.B. Ammoniak, und anderen Schadstoffen erreicht werden.

„Die Luft ist heute deutlich besser als vor 20 oder 30 Jahren. Allerdings gibt es weiterhin gesundheitliche Risiken, vor allem durch Feinstaub. Dies hat zuletzt auch die Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina bestätigt. Auch wenn die geltenden Feinstaubgrenzwerte derzeit so gut wie überall eingehalten werden, wollen wir die Belastung noch weiter verringern, um die gesundheitlichen Risiken zu senken. Darauf haben wir das Nationale Luftreinhalteprogramm ausgerichtet.

Svenja Schulze – Bundesumweltministerin

Mit dem nationalen Luftreinhalteprogramms kommt die Bundesregierung der Verpflichtung gemäß der neuen europäischen NEC-Richtlinie, welche den Mitgliedsstaaten die Einführung von verbindlichen nationalen Reduktionsverpflichtungen für Luftschadstoffe vorschreibt, nach. Die Reduktionsverpflichtungen betreffen vor allem primären Feinstaub (PM2,5), Stickstoffoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2), Ammoniak (NH3) und flüchtige organische Kohlenwasserstoffe außer Methan (NMVOC).

Zur vollständigen Pressemitteilung gelangen Sie hier.

Wettbewerb Grüner Firmenstrom 2019

Der UnternehmensGrün e.V. unterstützt Firmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), im Rahmen des DBU-geförderten Projektes „Unternehmensstrom – Praxisnetz und Etablierung von Demonstrationsbetrieben“. Zunächst werden mittels eines Wettbewerbes Firmen, welche nachhaltige Energiekonzepte in ihrem Betrieb umsetzen wollen, gesucht. Gegenstand solcher Energieprojekte können sowohl Erzeugungs- und Nutzungskonzepte für Strom, Wärme, Kälte und/oder sektorenübergreifende Energieprojekte sein. Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, dass das jeweilige Unternemen die Energie selbst erzeugt und nutzt und das Konzept auch auf andere Unternehmen übertragbar ist. Die bewerbenden Unternehmen sollen sich zudem bereits in der Planungs- oder Umsetzungsphase befinden.

Die drei innovativsten Unternehmen werden anschließend ausgewählt und mit einer Projektförderung in Höhe von 15.000 Euro unterstützt. Für die zehn aussichtsreichsten Projekteinreichungen schreibt UnternehmensGrün kostenlose Potenzialanalysen aus. Die Bewerbungsfrist für Ihr Energieprojekt läuft noch bis zum 30.06.2019!

Ausführliche Informationen zum Wettbewerb und zu den Bewerbungunterlagen erhalten Sie hier.

Eintragung von PV-Anlagen im Marktstammregister verzögert sich wegen technischer Probleme

03. Juni 2019 – pv magazine

Bei der Eintragung von PV-Anlagen und Speichersystemen im Marktstammregister gibt es seit der vergangenen Woche vermehrt technische Probleme – die Registrierung sei in vielen Fällen nicht möglich gewesen. Wie dem pv magazine berichtet wurde, sind alle Browser davon betroffen. Der Bundesnetzagentur, der zuständigen Behörde für die Führung des Registers, ist dieses Problem bekannt und es wird an der Fehlerbehebung gearbeitet.

„Momentan treten Probleme bei der Verwendung des Browsers Microsoft Edge auf. Der Fehler wird schnellstmöglich behoben. Bitte benutzen Sie wenn möglich einen anderen Browser.“

Neue PV-Anlagen und Speichersysteme müssen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Register angemeldet werden. Für bestehende Anlagen gilt eine Übergangsfrist von 2 Jahren. Aus Sicht von Verbraucherschützern sollten Betreiber von existierenden Anlagen die erste Registrierungswelle abwarten. Die Einführung des Marktstammregisters wurde wegen technischer Schwierigkeiten immer wieder verschoben und erst verspätet zum 31. Januar 2019 freigeschaltet.

Die vollständige Presemeldung finden Sie hier.