Förderung: News

Neues Fachportal Energieeffizientes Bauen und Sanieren (FEBS) für Experten online

17.05.2019 – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Die Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) bietet mit dem neuen Fachportal Energieeffizientes Bauen und Sanieren (FEBS) erweiterte Informationsmöglichkeiten zu Themen und Arbeitsmitteln rund um den energetischen Bau und die Sanierung von Gebäuden. Das Angebot adressiert vorrangig Leute vom Fach wie beispielsweise Energieberater, Architekten, Ingenieure und Handwerker mit Tätigkeit im Bereich des energetischen Bauens und Sanierens.

Die ausführliche Pressemitteilung des BAFA finden Sie hier.

Marktstammregister ist jetzt online – Registrierung für Strom- und Gasanlagen nun Pflicht

13. Mai 2019 – EnergieAgentur.NRW

Bereits im Jahr 2014 wurde die Bundesnetzagentur damit beauftragt ein zentrales Register, welches Daten zu allen Erneuerbaren-Energien-Anlagen zusammenführt, aufzubauen. Zudem wurde eine Registrierungspflicht für alle Betreiber von Strom- und Gasanlagen in diesem Register gesetzlich verankert. Seit dem 31. Januar 2019 ist dieses neue Marktstammregister (MaStR) nun online. Grund für die Einführung war die schlechte Datenlage über viele Anlagen und in Folge die schlechte Planbarkeit des Netzausbaus seitens der Netzbetreiber. Das Register soll nun die Daten über sämtliche Erneuerbare-Energien-Anlagen lückenlos erfassen und eine einheitliche und zuverlässige Datengrundlage bieten.

Die Registrierungspflicht gilt für sämtliche Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen aller Leistungsklassen und unabhängig davon, ob Strom oder Gas selbst verbraucht oder nach dem EEG vergütet wird. Der Betreiber hat die Pflicht alle Stammdaten zur Anlage zu melden. Dazu zählen beispielsweise der Standort der Anlage, die installierte Leistung oder die Kontaktdaten des Betreibers. Daten wie Erzeugungsmengen oder Zählerstände, welche sich stetig ändern, sind nicht meldepflichtig.

Der Gesetzgeber sieht unterschiedliche Fristen für die Meldung der Anlagen vor. Während neue Anlagen, die im Sinne des Bundesimmissionschutzgesetzes genehmigungsbedürftig sind (z.B. Windenergieanlagen), bereits in der Planungsphase gemeldet werden müssen, besteht die Meldepflicht für Photovoltaik-Anlagen auf Dächern erst einen Monat nach Inbetriebnahme der Anlage. Für Bestandsanlagen, die vor dem 01. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden, muss die Registrierung erst bis zum 31. Januar 2021 erfolgt sein.

Die vollständige Meldung und weiterführende Informationen finden Sie auch hier.

Was versteht man unter „Smart Grids“?

14. Mai 2019 – BMWi Newsletter „Energiewende direkt“

Bisher wurden viele Verbraucher durch einige wenige Atom- und Kohlekraftwerke versorgt. Die Energieerzeugung konnte aufgrund der stetigen Produktion durch die Kraftwerke leicht berechnet, der Energieverbrauch auf Seiten der Kunden konstant abgedeckt werden. Es kam seltener zu Schwankungen oder Überlastungen im Stromnetz. Dementsprechend wurde das Netz auf einen relativ gleichbleibenden Stromtransport ausgelegt. Die Umstellung unseres Energieversorgungssystems auf die Nutzung regenerativer Energien stellt besonders die Stromnetzbetreiber nun vor neue Herausforderungen.

Strom aus Wind und Sonne ist nicht anhaltend verfügbar. Energieanlagen speisen den Strom nur fluktuierend ins Netz ein. Zudem kann dieser, sofern vorhanden, nicht immer sofort verbraucht werden. Neben den Schwankungen von Angebot und Nachfrage gibt es viele zusätzliche Erzeuger. Jeder Betreiber einer Photovoltaikanlage, ob nun Privatperson, Unternehmen oder Kommune, ist aus Sicht des Netzbetreibers nicht nur Stromkonsument, sondern auch -produzent. Neue Technologien wie beispielsweise die Elektromobilität werden unseren künftigen Stromverbrauch zusätzlich erhöhen, z.B. wenn gleichzeitig viele Verbraucher ihre Elektrofahrzeuge laden. Als diese Faktoren spielen im Energiesystem der Zukunft eine Rolle und müssen bei einer stabilen Netzführung beachtet werden.

Hierbei können intelligente Stromnetze- sogenannte „Smart Grids“ – helfen. Ein Smart Grid vernetzt Energieerzeuger, -verbraucher und -zwischenspeicher auf intelligente Weise miteinander. So kann beispielsweise der Akku des Elektroautos oder ein Hausspeicher als Zwischenspeicher von überschüssigem regenerativ erzeugten Strom genutzt werden, bis dieser gebraucht wird. Für die Vernetzung der einzelnen Komponenten bedarf neben den herkömmlichen Stromleitungen auch einer Datenkommunikation über Datenleitungen und intelligenter Messsysteme. Die „Smart Meter“ bilden das Herzstück eines Smart Grids. Diese messen den Strombrauch beim Kunden, welcher einen genauen Überblick über seine Verbräuche erhält, und liefern diese Daten sowohl an den Stromlieferanten, der die Abrechnung effizienter gestalten kann, als auch an den Netzbetreiber, welcher aufgrund der detailierten Informationen das Stromnetz besser steuern kann. Die Daten werden hierbei besonders gesichert übertragen um die strengen Regeln des Datenschutzes einzuhalten.

Weitere Informationen und den vollständigen Artikel des BMWi finden Sie hier.

Kommunen und Länder gesucht! Energiesparcontracting zur energetischen Sanierung von Gebäuden nutzen

03.05.2019 – Deutsche-Energie-Agentur (dena)

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) startet mit „Co2ntracting: build the future! – Kommunen und Länder machen ihre Gebäude fit“ eine neues Modellvorhaben. Gesucht werden Kommunen und Bundesländer, die ihre Gebäude energetisch sanieren und dabei Energiesparcontracting (ESC) einsetzen wollen, jedoch wenig Erfahrung damit haben. Beispielhafte Modellprojekte sollen Kommunen und Länder eine Orientierungshilfe bieten, wie sie ihre Modernisierung umsetzen können.

Gegenstand der Sanierung sollen insbesondere kommunale Liegenschaften wie beispielsweise Rathäuser, Schulen, Kitas, Verwaltungen, Sportstätten, Stadthallen, Museen, Theatern, Krankenhäusern sein, aber auch landeseigene Gebäude wie Gerichte, Schlösser und Hochschulen. Die Beabsichtigung zur Sanierung kann hier bei einzelnen aber auch an mehreren Gebäuden (Gebäudepool) bestehen.

Das Modellvorhaben erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa drei Jahren. Die ausgewählten Kommunen und Länder sollen ihre Liegenschaften möglichst in dem Zeitraum 2019 bis 2021 energetisch sanieren. In dieser Zeit unterstützt sie kostenfrei ein von der dena beauftragter Projektentwickler, der die Kommunen bzw. Länder bei der Ausschreibung, Vergabe und Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen sowie bei der Evaluierung begleitet. Gleiches gilt für regionale und lokale Energieagenturen und zahlreiche Experten. Bewerbungen können noch bis zum 30. Juni 2019 eingereicht werden.

Die zugehörigen Bewerbungsunterlagen – einzureichen bis zum 31. Juli 2019 – und weitere Informationen zum Modellvorhaben finden Sie hier.

Bundesminister Peter Altmaier über die globale Bedeutung der Energiewende

14. Mai 2019 – Zitat der Woche des BMWi

„Wirtschaftliches Wachstum und Energieversorgung funktionieren auf Dauer nur, wenn sie nachhaltig sind. Wir sind überzeugt, dass wir den Traum unserer Bürgerinnen und Bürger nicht zerstören dürfen. Den Traum, ein glückliches Leben zu führen in Wohlstand und in Übereinstimmung mit den ökologischen Grundlagen dieses Planeten.“

Bundesminister Peter Altmaier während des Berlin Energy Transition Dialogue (BETD)

Das Zitat der Woche vom Bundeswirtschaftministerium.

Speicherbeschränkungen durch Übertragungsnetzbetreiber müssen gekippt werden

09. Mai 2019 – photovoltaik – Solartechnik für Installateure

Die bisherige Praxis der Übertragungnetzbetreiber Energiespeicher nur am Primärregelenergiemarkt zuzulassen, sofern diese die Regelenergie – sowohl negativ als auch positiv- mindestens für einen Zeitraum von 30 Minuten bereitstellen können, ist unzulässig. Der diesbezügliche Antrag der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) wurde seitens der Bundesnetzagentur (BNetzA) zurückgewiesen. Nach Auffassung der Bundesnetzagentur gilt die Mindestaktivierungszeit von 15 Minuten entsprechend der EU-„Guideline for System Operation“ auch in Deutschland und für Energiespeicher. Damit teilt diese Position des Bundesverbandes Energiespeicher.

Der Vorteil der Energiespeicher liegt in der schnellen Bereitstellung von Regelenergie. Diese können innerhalb kürzester Zeit Schwankungen im Netz ausgleichen und dieses entsprechend stabilisieren. Künftig können Energiespeicher nun ohne Diskriminierung am Regelenergiemarkt teilnehmen. Zudem könnten nun auch Schadensersatzansprüche für in der Vergangenheit nicht zugelassene Speicher geltend gemacht werden.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Einbau oder Erneuerung von Rölladen kann bei Fassadendämmung mit gefördert werden

Ratgeberportal Energie-Fachberater.de

Im Rahmen einer Fassadensanierung kann auch der erstmalige Einbau oder die Erneuerung von Rolläden gefördert werden. Die KfW bietet hierzu verschiedene Fördermöglichkeiten an. Der Kunde hat die Wahl sich entweder für eine zinsgünstige Finanzierung oder für einen Förderzuschuss zu entscheiden. Neben dem Neueinbau oder der Erneuerung der Rolläden, wird zudem auch die Dämmung und Ertüchtigung der Rolladenkästen, aber auch außen liegende Verschattungselemente mitgefördert.

Detailiiertere Informationen erhalten sich auch hier.

Dämmung zahlt sich auch im Sommer aus

09. Mai 2019 – Ratgeberportal Energie-Fachberater.de

Die meisten Verbraucher denken bei der Thematik Dämmung nur an den Schutz gegen Kälte und und an niedrigere Heizkosten. Eine Dämmung zahlt sich jedoch auch bei hohen Temperaturen im Sommer aus. Viele kennen das Problem: bei starker Sonneneinstrahlung entwickeln sich besonders in den oberen Etagen unter dem Dach eines Hauses schnell hohe Temperaturen, die den Wohnkomfort deutlich mindern.

Wer jedoch in eine ausreichende Wand- und Dachdämmung sowie in Wärmeschutzverglasung investiert, spart nicht nur im Winter Heizkosten, sondern investiert gleichzeitig auch in den sommerlichen Wärmeschutz. Durch eine Dämmung wird der Wärmefluss vermindert. Der Vorteil: Die Raumtemperaturen sinken bei guter Dämmung um mindestens fünf Grad oder mehr.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.

Neuer Daten- und Softwarepool mit Netz- und Planungsdaten des Stromnetzes ist für alle Akteure der Energiewirtschaft frei zugänglich

07. Mai 2019 – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat im Rahmen des Projektes „open_eGo“ („open electricity Grid optimisation“) einen für Akteure der Energiewirtschaft frei zugänglichen Pool entwickelt, der es ermöglicht den künftigen Ausbaubedarf des Stromnnetzes zu modellieren. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt wurde eine Vielzahl von Netz- und Planungdaten, beispielsweis von Windparks und Solaranlagen, Kraftwerken und Umspannwerken zusammengefügt. Über die integrierte Netzplanungssoftware der open_eGo-Plattform kann die optimale Ausnutzung der deutschen Netz- und Infrastruktur und der kostengünstigste Ausbaubedarf berechnet werden.

„Auf diese Weise sehen wir, wie stark einzelne Leitungen in Zukunft ausgelastet sind, ohne dass wir Anlagen abregeln müssen. Es lassen sich also präzise Prognosen erstellen, in welchen Regionen Engpässe zu erwarten sind und wo künftig Netzverstärkungen oder neue Leitungen benötigt werden“

Julian Bartels, open_eGo-Projektleiter des Institutes für Vernetzte Energiesysteme

Der Vorteil des neuen Planungsinstrumentes: Für die etwa 800 Netzbetreiber stehen vor allem betriebswirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Planungsdaten und -software werden häufig unter Verschluss gehalten. Mit dem neuen Tool „Open_eGo“ steht nun jedem Netzbetreiber ein offenes Instrument zur Verfügung, mit dem verschiedene Energiesystemlösungen modelliert werden und diese sowohl unter betriebswirtschaftlichen als auch volkswirtschaftlichen Aspekten bewertet werden können.

Die ausführliche Pressemeldung des DLR und den Abschlussbericht zum Projekt finden Sie hier.

Neues Szenario des BEE: Erneuerbare Energien müssen verstärkt ausgebaut werden um das Ziel 2030 bezüglich des Anteils von 65 % zu erreichen

07. Mai 2019 – pv magazine

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde das Ziel eines Ausbaus der erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 65 % im Strommix im Jahr 2030 festgeschrieben. Der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE) hat nun diesbezüglich eine Analyse des Stromsektors in Auftrag gegeben und am Montagabend die Ergebnisse des „Szenario 2030“ vorgestellt – mit mahnenden Worten.

„Um im Jahr 2030 einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbarer Energien zu erreichen, sind bessere Rahmenbedingungen erforderlich. Der Schalter muss sofort umgelegt und der Ausbau der Erneuerbaren wieder beschleunigt werden“

Simone Peter – Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energien

Das deutliche Ergebnis des Szenarios: Unter den derzeitig geltenden politischen Rahmenbedingungen und den geplanten Zubauraten in den einzelnen Bereichen der Erneuerbaren Energien können die Ziele der Bundesregierung nicht ereicht werden. Innerhalb des Szenarios wird angenommen, dass Energiemaßnahmen stärker zum Tragen kommen, jedoch der Bruttostromverbrauch aufgrund der zunehmenden Sektorenkopplung auf einen Verbrauch von ca. 740 Terrawattstunden steigen wird. Unter Annahme der Weiterführung der derzeitigen Rahmenbedingungen würden die Erneuerbaren gerade einmal einen Anteil von 44 % im Jahr 2030 ausmachen.

Nach Berechnungen des BEE wären jährliche Zubauraten von 10 Gigawatt Photovoltaik und 5,7 Gigawatt Windenergie notwendig um das ambitionierte Ziel zu erreichen. Weiterhin müsste eine zusätzliche Leistung von 600 Megawatt Bioenergie und 50 Megawatt aus Wasserkraft und Geothermie pro Jahr installiert werden. Wärmepumpen, Elektromobilität und Power- to-X-Anlagen verursachen eine zusätzlichen Strombedarf, welcher durch weitere Effizienzmaßnahmen kompensiert werden kann und muss.

„Der BEE legt den Finger in die Wunde der aktuellen deutschen Energiepolitik – und zeigt den Widerspruch der Bundesregierung“

Marcel Keiffenheim – Leiter Politik und Kommunikation von Greenpeace Energy

Angesichts der drastischen Ergebnisse des Szenarios fordert der BEE nun die Bundesregierung zum Handeln auf. Vorhandene Deckel für Photovoltaik, Biogas und Offshore-Windkraft müssen abgeschafft, Flächen und Genehmigungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung gestellt bzw. erteilt werden. Es braucht nun klare politsche Entscheidungen für den Ausbau der erneuerbare Energien.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier